Kreditprojekt veröffentlicht: Crowdlending für Gesundheitsvorsorge – Post #52

Nymphia – Zeckenbekämpfung in Kitas und Schulen – So heißt das Projekt von Franz-Josef Leis aus projectimageWiesbaden. Damit nimmt er sich einen wichtigen Thema an, dass sich vielleicht nicht für eine Unterhaltung beim Abendessen eignet, und dennoch enorm wichtig ist: Dem Vorbeugen von Infektionen durch Zeckenbisse. Herr Leis hat einen Zeckenentferner erfunden, der handlich ist und äusserst einfach zu bedienen. Zeckenentfernung ist eilig, denn je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Risiko einer Infektion. Das Produkt hat Herr Leis bereits in den Markt eingeführt und es wird beisielsweise über Apotheken vertrieben. Da Kinder beim draussen spielen besonders anfällig sind, müssen gerade Kitas und Schulen mit der Gerät ausgestattet werden. Benötigt werden €12.000 für 24 Monate. Herr Leis zahlt Ihnen als Anleger 6% Zinsen pro Jahr. Hier geht es zum Projekt auf www.finmar.com

Kredite bis 25.000 Euro und hohe Rückzahlungsquoten – Post # 33

Auf finmar haben wir uns bewusst dazu entschlossen, Kredite bis 25.000 Euro zu vergeben und nicht höher. Dafür haben wir einige Gründe.

Auf finmar werden Kredite von mittelständische Unternehmern und Freiberuflern in Anspruch genommen. Sie werden häufig bei der Finanzierung ihrer Tätigkeit über Hausbanken benachteiligt oder komplett davon ausgeschlossen.

Die Gründe hierfür liegen dabei nicht an schlechteren Bonitäten oder fehlenden Sicherheiten. Sie liegen vielmehr darin, dass Banken aufgrund der geringen Kreditsumme zu wenig verdienen. Denn die Kosten der Kreditprüfung und die nötige Überwachung machen solche Kreditvergaben unrentabel. Und auch Sicherheiten oder Bürgschaften können nicht helfen, denn die tatsächliche Verwertung einer Sicherheit, zum Beispiel eines Gebrauchtwagens, ist viel zu teuer um sich zu lohnen.

Mit Krediten bis 25.000 Euro ermöglichen wir es Selbstständigen und Freiberuflern, Finanzierungslücken ihrer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit zu schließen, während für unsere Anleger die Risiken des Kreditausfalls gering bleiben. Da Kreditnehmer für die Forderungen der Anleger persönlich und unbeschränkt haften, besteht die einzige Möglichkeit sich endgültig dieser Haftung zu entziehen in einer Privatinsolvenz, in der sich Personen von ihren Schulden befreien lassen können.

Die Privatinsolvenz bedeutet jedoch, dass die Vermögenswerte des Schuldners für 6 Jahre von einem Treuhänder verwaltet und zur Tilgung der Restschulden sowie Deckung der Verfahrenskosten herangezogen werden. Eine Privatinsolvenz und ein damit einhergehender Kreditausfall lohnt sich für Kreditnehmer also nur dann, wenn die ausstehenden Schulden höher sind als die Kosten des Insolvenzverfahrens plus alle monatlichen Überschüsse der Einkünfte der nächsten 6 Jahre. Solche Schulden liegen aber deutlich über 25.000 Euro.

Das Limit von 25.000 Euro sorgt also dafür, dass Kreditnehmer ein eigenes Interesse daran haben, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Und wenn das Unternehmen einmal nicht so läuft wie geplant, dann sucht man sich halt einen Job und zahlt die Raten ab.

So sollen sich langfristig hohe Rückzahlungsquoten entwicklen, die zu einem günstigen Zinsniveau für Kreidtnehmer führen. Einer der Gründe, warum wir finmar gründen.

Darum setzen wir auf Transparenz im Crowdlending – Post #30

Kreditnehmer und Anleger machen sich öffentlichDie deutsche Sparstrumpf-Seele windet sich: Auf finmar sieht ja jeder, wem ich Geld leihe! Wieso geht das denn nicht anonym? Warum melden Menschen überhaupt öffentlich Kreditbedarf an? Die Antwort: Transparenz macht Crowdlending sicherer und effektiver.

Das Transparenzprinzip unterscheidet finmar von anderen Crowdlending-Plattformen, denn alle bisher in Deutschland verfügbaren Plattformen arbeiten anonym. Wenn gewollt und wenn alles gut läuft, dann bleiben die Identitäten der Anleger und Kreditnehmer voreinander verborgen. Das mag auch Vorteile haben, gerade wenn es sich um private Kreditnehmer handelt.

Aber auf finmar sind die Kreditnehmer aber Unternehmer und Selbständige. Sie profitieren von der Öffentlichkeit. Wie auf Kickstarter oder Indiegogo üblich, verbinden Unternehmer mit ihrer Crowdfunding-Kampagne die Themen Finanzierung und Marketing. Daher auch der Name „finmar“ als Zusammensetzung der jeweils beiden ersten Silben aus Finanzierung und Marketing. Dieser Mehrwert jedenfalls, der durch Marketing entsteht, wird durch Transparenz ermöglicht und durch Anonymität unmöglich gemacht. Der mühsam erstellte und bei der Bank eingereichte Business Plan kann die Sichtbarkeit des Projekts nicht erhöhen.

Die Transparenz wirkt nicht nur bei der Einwerbung des Kredits, sondern auch bei der Rückzahlung: Unter den Anlegern sind Freunde und möglichweise auch Kunden des Kreditnehmers. Werden Kreditraten verspätet oder gar nicht gezahlt, und alle Kredite auf finmar sind Ratenkredite, so bemerken die Anleger die ausbleibende Zahlung sofort.

Diese soziale Besicherung (oder im Englischen „Social Collateral) bringt höhere Rückzahlungsquoten, das erfreut nicht nur die Anleger, sondern auch die Kreditnehmer. Auf lange Sicht entsteht ein Marktplatz, auf dem endlich auch Selbstständige zu adäquaten Zinsen Kredite aufnehmen können.

Zudem glauben wir, dass es höchste Zeit ist, dem Bedarf nach Transparenz und Vertrauen in der professionellen Finanzdienstleistungsbranche nachzugehen und genau das zum Kern einer innovativen Dienstleistung zu machen.

Dieser Blogpost wurde inspiriert von folgendem Beitrag, den wir als Lektüre empfehlen möchten: „How P2P Social Banking can fix the Future of Finance“ von Morten Lund und Alexander Haislip in „Finanzdienstleister der nächsten Generation“, herausgegeben von Oliver Everling und Robert Lempka (2013 im Frankfurt School Verlag).

Open Call für Bootstrapping Club: Gründer gesucht – Post #11

Der Bootstrapping Club ist eine neue Idee zur Unterstützung von Gründern in Hamburg. Dieser Open Call ist eine Aufforderung an alle interessierten Gründer sich zu melden und sich zu beteiligen. Hinter dieser Idee stecken Lena Schiller-Clausen (Betahaus), Wolfgang Wopperer (Mindmatters) und Clas Beese (Finmar).

Der Bootstrapping Club richtet sich an bootstrappende Gründer aus der Internet-, Software- und Games-Branche mit einem skalierbaren Geschäftsmodell. Sie verfolgen das Ziel, ein nachhaltig wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen zu schaffen – und nicht ein Start-up mit Exit-Orientierung zu gründen. Sie investieren ihre eigene Zeit – und vor allem tragen sie auch persönlich das finanzielle Risiko.
Feedback zu geben und zu bekommen steht im Mittelpunkt des Bootstrapping Clubs. Die Mitglieder haben gemeinsam, dass sie das dafür notwendige Empathievermögen und ein gerüttelt Maß an Selbstreflektion mitbringen.

Die Mitglieder kommen aus Hamburg und Umgebung. Für regelmäßige Treffen werden lange Anreisezeiten oder ähnliche Hindernisse vermieden. Und so die Treffen gut besucht.

Beim Bootstrapping Club treffen sich im Abstand von sechs Wochen bootstrappende Gründer in festen Gruppen. In einer Gruppe sind bis zu sechs Start-ups vertreten. Jeder präsentiert in zehn Minuten, was ihn oder ihr sie seit dem letzte Treffen umgetrieben hat, wie es heute geht und was bis zum nächsten Treffen passieren soll. Danach geben die Anderen Feedback, sie sagen in geschützter Atmosphäre – und nach den Regeln der Feedback-Kunst – was sie empfinden. Dabei ist das Feedback immer konstruktiv und ermöglicht den Mitgliedern, Selbst- und Fremdbild abzugleichen. Zudem ergibt sich die sonst seltene Möglichkeit, sich mit seinen Peers zu vergleichen und einzuschätzen (Benchmark). Nach einer halben Stunde ist das nächste Start-up dran. So dauert das Treffen circa einen halben Tag.

Die Treffen finden reihum bei den Mitgliedern statt. So lernt man gegenseitig die jeweiligen Arbeitsorte kennen und kann den Aufwand für die Gastgeber gerecht verteilen. Falls die Mitglieder keinen eigenen Arbeitsort haben, was beim Bootstrapping in der Anfangszeit fast zur guten Schule gehört, bietet es sich an, auf den Besprechungsraum des betahauses auszuweichen.

Die Initiatoren des Bootstrapping Clubs sind Lena Clausen, Wolfgang Wopperer und Clas Beese. Lena (@LenaClausen) hat mit Bootstrapping das betahaus hamburg aus dem Boden gestampft. Wolfgang (@wowo101)ist selber zweifacher Bootstraping-Gründer und hat als Dienstlesitungsunternehmer für Bootstrapper unzählige Einblicke gewinnen können. Clas (@ClasBeese) ist selber gerade bootstrappender Gründer von Finmar. Zuvor hat er in einem Inkubator mehrere hundert Gründer mit ebendiesem Werkzeug in die Selbstständgkeit begeleitet.

Der Boostrapping Club versteht sich als Unterstützungsidee von Gründern für Gründer. Dahinter steht keine Gewinnerzielungsabsicht. Die Trefffen sind deswegen kostenfrei.

Erstkontakt:
Clas Beese
clas.beese@finmar.com
01743296206

Die Ergebnisse unserer Marktforschung – Post #6

Unzählige Gespräche haben uns überzeugt, dass ein großer Bedarf für eine neue Form der Kreditvergabe existiert – insbesondere unter Selbstständigen und KMU. Aber was sagt die Zielgruppe dazu? Eine im März 2011 durchgeführte Online-Befragung mit 118 Teilnehmern hat Aufschluss gegeben.

Männer und Frauen waren mit 53%, respektive 47% in etwa in gleicher Anzahl vertreten. Zwei von drei Befragten waren zwischen 29 und 39 Jahre alt. Jeder vierte war älter als 40 Jahre und etwa jeder zehnte jünger als 29 Jahre.

Erfreulichstes Ergebnis für uns war, dass in der Eingangsfrage ganze 80% der 118 Befragten angaben, im Falle eines Finanzierungsbedarfs unsere Interplattform nutzen zu wollen. Um potentielle Kreditgeber von ihren Projekten zu überzeugen, scheinen unter den Befragten Informationen zum Unternehmen, zur Person und einen Link zur eigenen Homepage selbstverständlich zu sein. Fast zwei Drittel sind bereit, Fragen der Kreditgeber zu beantworten und befürworten ein kommunikatives Element. Nur jeder zehnte möchte komplett anonym bleiben. 44% können sich vorstellen in sozialen Medien für ihr Kreditprojekt zu werben.

Unter allen Teilnehmern unserer Befragung hatten wir einen Amazon-Gutschein verlost. Als glückliche Gewinnerin wurde Angela Mathea gezogen, die in ihrem Internetshop www.frauen-lieben-taschen.de mit Liebe ausgewählte  Handtaschen anbietet. Vielen, vielen Dank an alle die an der Befragung teilgenommen haben.  Ohne euch wären wir heute nicht dort wo wir sind!

Welche Anregungen habt Ihr? Wie würdet Ihr Kreditgeber überzeugen, in Euer Projekt zu investieren? Wir freuen uns über Kommentare.

Eine produktive Woche wünscht das Finmar-Team!