Darum brauchen Unternehmer finmar – Post # 34

Man könnte meinen, die jetzige Zeit sei ein Eldorado für Kreditnehmer. Der Zins ist auf rekordverdächtigen Tiefstand und selbst die Banken und Versicherungen wissen teilweise nicht mehr, wohin mit ihrem Geld. Da stellt sich die Frage, wieso sollten Kreditnehmer überhaupt auf finmar Kredite aufnehmen, wenn Hausbanken doch mit so günstigen Zinsen locken?

Die Frage klärt sich im direkten Gespräch mit Unternehmern und Selbstständigen. Sobald sie kleinere Kredite brauchen, lehnen die Banken sie als Kreditnehmer häufig ab. Von Seiten der Bank heißt es dann oft, das hohe Pleiterisiko, die schlechte Bonität oder fehlende Sicherheiten seien der Grund. Hinter vorgehaltener Hand erfährt man aber, dass Bankkredite an Unternehmer und Selbstständige als sogenannte Firmenkredite anderen Prüfungsbestimmungen unterliegen als Kredite an Konsumenten. Das macht die Prüfung teuer und den Kredit für die Bank finanziell unattraktiv. Kein Vorteil für die Bank – kein Kredit.

Bei näherer Betrachtung stellt man schnell fest, dass die Konsumentenkredit-Vergabe mittlerweile hoch standardisiert abläuft. Einige wenige, persönliche Merkmale des Kreditnehmers reichen aus (bspw. Einkommen, Alter, Wohnort, Schufa-Bonität etc.), um anhand von EDV-gestützen Programmen über den Kredit zu entscheiden.
Demgegenüber sind für Firmenkredite deutlich umfangreichere Prüfungen vorgesehen. Im Vordergrund steht die Beurteilung der Kreditfähigkeit und Kreditwürdigkeit des Unternehmens. Dies beinhaltet u.a. Betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWAs), Jahresabschlussanalysen, Branchenprognosen, Beurteilungen der fachlichen Qualifikationen des Geschäftsführers, etc.. Dabei ist der schematische Ablauf bis zu einer Höhe von 750.000 Euro immer der Selbe. Dieser kostspielige Prüfprozess verschlingt gerade bei kleinen Kreditsummen bis 25.000 Euro einen Großteil der Marge.

Fazit ist, dass Unternehmer und Selbstständige viel schwerer an Bankkredite kommen als Konsumenten. Zur Lösung dieses Problems leisten wir mit finmar unseren Beitrag. Gleichzeitig eröffnen wir Anlegern die Chance, das eigene Geld selbstbestimmt und angemessen verzinst anzulegen.

Veröffentlicht von

Clas Beese

Clas Beese

Clas ist Gründer von finmar. Die Idee entstand 2010: Clas erfuhr erstmals von Crowdlending. Kleine Kredite waren für Selbstständige fast unerreichbar, dass wusste er als Gründungsberater. Crowdllending für Selbstständige war der Schluß. Clas kündigte 2011 seinen Job und widmete sich finmar, seinem ersten Fintech-Startup. Die Plattform ging 2013 live. Trotz vieler Versuche wurde sie nicht erfolgreich. 2015 ging finmar offline.

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