Finmar auf der Better Beta Design Thinking Conference Post #3

Finmar, oder vielmehr Clas, waren bei der Better Beta dabei. Am 09. und 10. September fand die erste Better Beta Design Thinking Community Conference in Lüneburg statt. In Kooperation mit der Universität St. Gallen und der Leuphana Universität Lüneburg wurde neben der Hauptkonferenz am Samstag bereits am Freitag ein sog. Power Run angeboten. Hier sollten konkrete Gründungsideen einen konkreten Design Thinking Prozess durchlaufen.
Neugierde auf die Methode des Design Thinking und die Hoffnung auf Feedback zu der Idee von Finmar hatten mich nach Lüneburg gelockt. Es ging los mit einer wirkliche innovativen Methode: Facebook-Brainstorming. Statt die ca. 40 Teilnehmer in Kleingruppe vor Metaplanwänden zu postieren, war eine geschlossene Facebook-Gruppe eingerichtet worden. Hier sollten nun alle auf der Wall posten, was sie in der vergangen Woche ärgerliches erlebt und hatten, und wie man das besser machen könne. Während die die Digital Natives längst auf ihren Smartphones tippten, sorgten andere erst einmal für Stromversorgungen ihrer Laptops, versuchten sich in das doppelt und dreifach gesicherte WLAN einzuhacken um dann die Facebook-Gruppe zu finden. Leider erwies sich die Darstellung der Ideen auf der Wall als unübersichtlich. Immerhin haben wir es ausprobiert. Ich weiß nun: Papier und Stift bleiben meine erste Wahl beim Brainstorming.
Mit Visualisierungsübungen, Bestimmung der Stakeholder und Prototyping beendeten wir den ersten Tag. Am zweiten Tag hatte sich die Gruppe des Power Runs merklich verkleinert. Die Konferenz nebenan hatte begonnen und sorgte für Ablenkung. Nach einer kurzen Einführung in die Methode des Design Thinking (besser spät als nie) und des Business Modell Canvas der Stand der zweite Tag hauptsächlich im Zeichen von Prototyping.

Carsten Wille und Mark Euler vom Gründungsteam des Innovationsinkubators der Leuphana nahmen sich die Zeit, und gaben jeder der Gruppe ehrlich Feedback und bohrten mit ihren Fragen genau an den richtigen Stellen. Danke!
Vielen Dank ebenfalls an Mathieu Wendt , dem Gründer von SIFE Lüneburg , für die Unterstützung bis zu Schluss!
Fazit: Nach so viel Hinterfragen, Prototyping und Feedback ist zumindest eines klar geworden: Finmar ist nicht mehr in der Ideenphase, sondern steckt mitten in der Konzeptphase. Diskutieren hilft zunehmend weniger, wir müssen Idee endlich ausprobieren!
Und das schönste Feedback kam von Thore Debor, dem Co-Betreiber des Lüneburger Co-Working Spaces Freiraum: „Das gibt es noch nicht? Wieso gibt es das denn noch nicht? Das muss es doch geben!“

Premiere – Finmar stellt sich in der Handelskammer Hamburg vor! – Post #2

Am 10. August haben wir vor 22 Experten der Hamburger Finanzbranche Finmar erstmalig der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Der Arbeitskreis „Innovative Finanzprodukte“  des Vereins „Finanzplatz Hamburg e.V. “ hatte in die Handelskammer zu einer Sitzung eingeladen, bei der wir, nach der Präsentation durch Clas, Rede und Antwort standen.

Ergebnis der Diskussion und der anschließenden Gespräche: zum einen Zustimmung für das Geschäftsmodell, zum anderen aber auch Unverständnis. Insbesondere hat uns die Einschätzung erfreut, dass der Markt und die Nachfrage für das Produkt besteht. Einwände betrafen vor allem den operativen Teil im steuerrechtlichen, gesellschaftrechtlichen Bereich und die praktische Abwicklung. Es wurde beispielsweise nachgefragt, wie die praktische Abwicklung der Zahlungen erfolgen wird, wenn die monatlichen Überweisungen zwar sehr geringe Umfänge einnehmen, aber in großer Anzahl erfolgen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern des Arbeitskreises für die Aufmerksamkeit, für die gestellten Fragen und die angebrachte Kritik. Gerade letztere ist für die Entwicklung von Finmar in diesen Wochen von besonders hohen Nutzen für uns!

Der One-Pager von Finmar – Post #1

Der allererste Artikel im Blog von Finmar! Und schon machen wir Plagiate. Dies ist der One-Pager von Finmar, mit dem wir auf einer DIN-A4-Seite versuchen zu beschreiben, was Finmar sein wird:

Auf der deutschlandweit ersten Crowd-to-Business Crowdlending-Plattform werden die Themen Finanzierung und Marketing verbunden. Die Online-Plattform bringt Selbstständige und Unternehmer mit Finanzierungsbedarf (Kreditnehmer) und private Kleinanleger (Kreditgeber) zusammen.

Kreditnehmer stellen sich auf Finmar dar: ihr Unternehmen, ihre Unternehmerpersönlichkeit und ihr Finanzierungsprojekt. Sie überzeugen die registrierten, privaten Kreditgeber (die Crowd), zunächst die eigenen sozialen Kontakte, mit denen bereits ein Vertrauensverhältnis besteht. Weitere Kreditgeber nutzen die präsentierten Informationen um Finanzierungsprojekte auswählen, auf deren Rückzahlung sie vertrauen, und für diese einen Teilbetrag zu bieten. Kommt innerhalb der festgelegten Laufzeit der gesamte Kreditbetrag zusammen, ist das Projekt finanziert (Lending). Der Finanzierungsbedarf eines Kreditnehmers wird damit von vielen Kreditgebern gedeckt (Crowdlending).

Die Kreditgeber minimieren ihr Risiko durch viele kleine Investitionen in viele einzelne Projekte. Den günstigen Zins, den die Kreditnehmer zahlen stellt für die Kreditgeber eine überdurchschnittliche Verzinsung bei kleinen Anlagebeträgen dar.

Emotionalität als zentraler Wert: Die Kreditnehmer präsentieren ihre Projekte mit den Emotionen, die sie in ihre Unternehmung gesteckt haben, die Kreditgeber entscheiden ebenso emotional, welche Unternehmerpersönlichkeit und welches Projekt sie mit ihrem Geld unterstützen wollen.
Die Crowdlending-Plattform bewegt sich im Web 2.0. Social Medias sind die wichtigsten Kanäle der Unternehmenskommunikation. Die Kreditsuchenden können ihre Social Media Profile integrieren und ihr Projekt über Social Medias (Facebook, Twitter, Xing, Homepage, Newsletter usw.) promoten und so auch ihre privaten und geschäftlichen Kontakte einbeziehen und für die Finanzierung werben.

Privatsphäre wird durch ein dreistufiges Informationsmanagement sichergestellt. Detaillierte Informationen über die Projekte sind erst nach Anmeldung sichtbar. Die Ausgestaltung der Vertragsbeziehungen erfolgt durch die Crowdlending-Plattform. Erlaubnispflichtige Bankgeschäfte im Sinne des KWG durch die Nutzer werden durch die AGB ausgeschlossen. Die Abwicklung des Zahlungsverkehrs wird von der Transaktionsbank als rechtliche Kreditgeberin übernommen. Die Crowdlending-Plattform fungiert rechtlich als Vermittlerin der Kredite.

Die Plattform finanziert sich aus Gebühren, die bei erfolgreicher Finanzierung anfallen und sich nach der Höhe des Kreditbetrages richten.

Als pdf gibt es den One-Pager von Finmar hier