Kleine Presseschau – Post #14

On- und offline wird die Entwicklung im Crowdlending Bereich mit Spannung verfolgt. Der große Durchbruch ist prognostiziert. Auch die Bankenwelt schaut aufmerksam zu. Verwirrung besteht weiterhin, welcher Begriff zu welchem Angebot passt. Crowdlending, Crowdfunding, Social Lending, Peer-to-Peer Lending, … Doch dazu demnächst ein dezidierter Blogeintrag!

Als Einstiegsartikel durchaus lesenswert: Die Zeit Online hat zwar den Aufmacher „Kredite en masse“, im Artikel geht es dann doch etwas bodenständiger zu. Mit Hilfe zweier Fallbeispiele (eine Kreditnehmerin und ein Kreditnehmer) beschreibt Johannes Gernert allgemein, was Crowdlending und Crowdfunding eigentlich sind.

Tiefer geht der Artikel „Ohne Bank zum Ziel“ im Magazin t3n.de. Kathrin Schmidt unterscheidet darin zwei Crowdlending-Modelle: das schon immer dagewesene Family&Friends-Modell und den Online-Marktplatz. finmar hofft, die Trennung aufheben zu können und Freunde&Familie als Kreditgeber ins Internet holen zu können. In Deutschland steht Crowdlending laut Schmidt noch vor dem Durchbruch als Massengeschäft. Laut Schmidt sehen die Perspektiven allerdings gut aus, denn ihr zufolge gelten Kreditportale „heute selbst unter Experten als guter Weg, unkompliziert und günstig Geld zu leihen.“ Zwei Baustellen verhindern noch den Durchbruch: Bekanntheitsgrad und Vertrauensgewinn. Auch wenn, „das Marktplatzprinzip für Transparenz [sorgt] und somit dafür, dass sowohl Kreditgeber als auch -nehmer attraktive Konditionen bekommen“, werden Marketing und Vertrauensaufbau zentrale Aufgaben bleiben.

Der große Durchbruch steht zwar erst noch bevor, die Banken scheinen Crowdlending langsam aber stetig auf ihren Radar zu bekommen. Im Bankmagazin wird der „Branchenkompass Kreditinstitute 2011“ zitiert: Danach sieht gut jede dritte Bank in Crowdlending-Plattformen eine ernstzunehmende Konkurrenz. Sie zählen damit zu den fünf wichtigsten branchenfremden Wettbewerbern. Lothar Lochmaier hat bereits im Dezember 2011 in Bezug auf die Finanzmärkte über die „[…] Erneuerung […] von der gesellschaftlichen Basis her“ gebloggt und dabei auch auf finmar verwiesen. Doch, werden diese Modelle wirklich „[…] schon in wenigen Jahren ein integraler Bestandteil der Bankgeschäftsmodelle sein“?

Auf internationaler Ebene begründet das Euromoney Magazine, warum Crowdfunding und Crowdlending-Angebote traditionelle Bankkredite herausfordern. Dabei seien die Vielfalt und Spezialisierung der Angebote, die Dynamik des Marktes und schlicht zunehmende Netzwerkeffekte entscheidend.

Vor lauter Überschwang sollten zwei Dinge nicht vergessen werden: Zum Einen ist das Volumen der mittels Crowdlending vermittelten Kredite weiterhin relativ gering. Zum Anderen findet Crowdlending derzeit größtenteils in Bereichen statt, die für Banken nicht sonderlich interessant sind.

Wir freuen wir uns über mehr und mehr Erwähnungen unseres Modells in Print- und online-Medien. Im Euromoney Artikel wird Clas zitiert und auf finmar als erstes Crowd-to-Business Lending Modell verwiesen. Clas’ Auftritt als Referent bei der co:funding Konferenz am 4. Mai in Berlin fand in diversen Online Medien und der taz Erwähnung.