Warum brauche ich bei finmar ein Fidor-Konto? – Blogpost # 43

Was ist ein Fidor-Konto?

Über ein Fidor-Smart-Konto können Sie einfach und kostenlos online Finanzaktivitäten tätigen. Geldüberweiungen über Twitter oder das Geldanlegen auf Crowdfunding-Plattformen sind nur ein kleiner Teil dessen, was so ein Fidor-Konto alles kann. In jedem Fall können Sie es auch über finmar hinaus nutzen – müssen Sie aber nicht. Alle Details finden Sie unter: https://www.fidor.de/produkte/smart-account

Ist so ein Konto sicher?

Wenn Sie Geld in einem finmar-Projekt anlegen möchten, so zahlen Sie die Summe zunächst auf Ihr Fidor-Bankkonto ein. Bis Ihr Geld in das entsprechende Projekt investiert wurde, unterliegt es der Einlagensicherung. Dies bedeutet, dass Ihnen Ihr Geld erstattet wird, selbst wenn beispielsweise im schlimmsten Fall die Bank eine Pleite erleiden sollte.

Sobald Sie Ihr Geld angelegt haben, sind Sie Inhaber einer Forderung gegenüber dem Kreditnehmer, der Ihnen diesen Betrag zurückzahlen muss. Die Rückzahlung erfolgt monatlich. Eine Absicherung, wie beispielsweise auf einem Sparbuch, gibt es nicht. Deswegen bekommen Sie als Anleger er ja auch deutlich mehr Zinsen als auf dem Sparbuch. Die Zinsen gehen ohne Abzüge an Sie. Der Kreditvertrag wird mit einer Privatperson geschlossen, nicht mit einem haftungsbeschränkten Unternehmen. Falls das Unternehmen also zahlungsunfähig wird, wird der Kreditnehmer nicht von der Pflicht zur Rückzahlung entbunden.

Warum braucht man bei finmar ein Fidor-Konto?

Die Fidor-Bank übernimmt bei finmar alle Abwicklungen von Zahlungen. Und das ist kostenlos. Da die Rückzahlungen der Kredite an die Anleger monatlich erfolgt, sind das reletive kleine Summen, jedoch in der Summe viele Überweisungen. Würde bei jeder Rückzahlung eine sonst übliche Überweisungsgebühr anfallen, dann würde von Rendite nichts übrig bleiben.

Außerdem besitzt sie die Banklizenz, die man braucht, um Kredite vergeben zu dürfen. Bei der Eröffnung eines Fidor-Kontos müssen sich die Kreditnehmer voll legitimieren, d.h. ihre Identität wird überprüft. Dies dient der Absicherung aller Beteiligten. Anleger müssen müssen das Post-Ident-Verfahren nur dann durchlaufen, wenn sie mehr als 1.-000€ anlegen wollen. Auch dies dient der gegenseitigen Absicherung.

Hat das neu eröffnete Konto Auswirkungen auf die Schufa?

Nein, die Eröffnung eines Fidor-Kontos hat keine Auswirkungen auf die Schufa, denn die bei der Fidor geführten Konten werden nicht an die Schufa gemeldet.

 

Bei Kommentaren oder Fragen kontaktieren Sie uns gerne. Entweder als Kommentar unter diesem Artikel oder auf einem Kanal Ihrer Wahl: www.finmar.com/kontakt

finmar unterstützt „A Framework for European Crowdfunding“ – Post # 19

Wir unterstützen das White Paper „A Framework for European Crowdfunding“ von Kristof De Buysere, Oliver Gajda, Ronald Kleverlaan und Dan Marom.

Das Autorenteam betont darin die Notwendigkeit der Einführung nutzerfreundlicher Gesetzgebung für den Bereich des Crowdfunding. Auch fordert das Papier eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit, um die Marktteilnehmer sicherer agieren zu lassen. Darüber hinaus wird die stärkere wissenschaftliche Aufmerksamkeit angefordert.

www.crowdfundingframework.eu

Hier zum Download: European_Crowdfunding_Framework_Oct_2012

Kreditnehmer auf Finmar: Welche Angaben schaffen Vertrauen und können die Anleger überzeugen? – Post #8

Die Kommentare zu unserem Post #6 nehmen wir zum Anlass, um unsere aktuellen Planungen vorzustellen und zu diskutieren. Wie sollten sich Kreditnehmer mit ihrem Projekt präsentieren, um das Vertrauen der Anleger zu gewinnen?

 

Jeder Kreditnehmer erstellt eine Projektseite, auf der alle Informationen zu Unternehmerperson, Unternehmen und Projekt übersichtlich zusammengefasst werden (s. Skizze). Kreditnehmer präsentieren sich mit ihrem Namen, Pseudonyme wird es nicht geben. Die Identität wird mit einer Signatur- und Geldwäschegesetz konformen Identifikationsmethode überprüft (bspw. PostIdent oder neuer Personalausweis).  Zusätzlich erstellen wir eine Liste mit Angaben, die für jeden Kreditnehmer verpflichtend sind. Wo und in welcher Form ein Bonitätsscoring einfließen wird, steht aktuell zur Diskussion. Darüber hinaus gehende Angaben, wie Businesspläne, o. ä. werden dagegen freiwillig sein.

An dieser Stelle entscheiden schließlich die Kreditgeber, welche Daten und Informationen sie überzeugen. Ggf. fragen sie nach weiteren Angaben, die sie für wichtig erachten. Ein Kreditgeber, der nichts von sich preisgeben will, wird auf Finmar keinen Erfolg haben. Dagegen schafft ein Kreditnehmer, der sich mit seinem Namen, eigener Website, etc. präsentiert, schlüssig erläutert, was er und/oder sein Unternehmen tun und wofür er einen Kredit benötigt, Vertrauen und wird ebendieses ernten.

Auf Finmar werden wir stärker als bestehende Angebote auf die Effekte der „Wisdom of the Crowd“ und die Einbeziehung sozialer Medien setzen. Es wird Diskussionsforen für Anleger und Kreditnehmer geben, und – ganz wichtig – die direkte Kommunikationsmöglichkeit zwischen Anlegern und Kreditnehmer.

In der Anfangsphase nach dem Launch der Plattform werden wir zunächst alle Kreditanträge persönlich prüfen und die Antragsteller persönlich beraten. Das sehen wir als notwendig an, um in dieser Phase maximale Sicherheit für die Anleger herzustellen, aber auch um für alle Beteiligten Lerneffekte zu generieren.

Die Ergebnisse unserer Marktforschung – Post #6

Unzählige Gespräche haben uns überzeugt, dass ein großer Bedarf für eine neue Form der Kreditvergabe existiert – insbesondere unter Selbstständigen und KMU. Aber was sagt die Zielgruppe dazu? Eine im März 2011 durchgeführte Online-Befragung mit 118 Teilnehmern hat Aufschluss gegeben.

Männer und Frauen waren mit 53%, respektive 47% in etwa in gleicher Anzahl vertreten. Zwei von drei Befragten waren zwischen 29 und 39 Jahre alt. Jeder vierte war älter als 40 Jahre und etwa jeder zehnte jünger als 29 Jahre.

Erfreulichstes Ergebnis für uns war, dass in der Eingangsfrage ganze 80% der 118 Befragten angaben, im Falle eines Finanzierungsbedarfs unsere Interplattform nutzen zu wollen. Um potentielle Kreditgeber von ihren Projekten zu überzeugen, scheinen unter den Befragten Informationen zum Unternehmen, zur Person und einen Link zur eigenen Homepage selbstverständlich zu sein. Fast zwei Drittel sind bereit, Fragen der Kreditgeber zu beantworten und befürworten ein kommunikatives Element. Nur jeder zehnte möchte komplett anonym bleiben. 44% können sich vorstellen in sozialen Medien für ihr Kreditprojekt zu werben.

Unter allen Teilnehmern unserer Befragung hatten wir einen Amazon-Gutschein verlost. Als glückliche Gewinnerin wurde Angela Mathea gezogen, die in ihrem Internetshop www.frauen-lieben-taschen.de mit Liebe ausgewählte  Handtaschen anbietet. Vielen, vielen Dank an alle die an der Befragung teilgenommen haben.  Ohne euch wären wir heute nicht dort wo wir sind!

Welche Anregungen habt Ihr? Wie würdet Ihr Kreditgeber überzeugen, in Euer Projekt zu investieren? Wir freuen uns über Kommentare.

Eine produktive Woche wünscht das Finmar-Team!

3 Masterarbeiten an der Leuphana Universität Lüneburg ausgeschrieben – Post #5

Crowdlending ist eine brandneue Branche, die noch im entstehen begriffen ist. Pioniere in dieser Branche sorgen bereits für mehrjährige Erfahrungen. Nicht nur mit Finmar, sondern auch weltweit, entstehen in dieser Zeit weitere Portale mit unterschiedlichen Ansätzen für unterschiedliche Zielgruppen.

In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Gründungsmanagement von Prof. Dr. Schulte der Leuphana Universität Lüneburg sind jetzt drei Masterarbeiten ausgeschrieben worden, um in diesem jungen und spannenden Forschungsfeld erste wissenschaftliche Erkenntisse zu erlangen.

 

Thema 1: Motivationen der Geldgeber und Geldgebersegmentierung. Forschungsfrage: Was bewegt die Kreditgeber ihr Geld zu verleihen? Altruismus, Gewinnerzielungsabsicht, Spieltrieb oder Neugierde? Oder etwas anderes?

Der Langtitel lautet: „Geschäftskredite für Gründer und Unternehmer auf Crowdlending-Plattformen: Motivationen der Geldgeber und Geldgebersegmentierung“. Hier geht es weiter zum Themenvorschlag.

 

Thema 2: Erfolgsfaktoren der Finanzierung. Forschungsfrage: Welche Faktoren machen Projekte auf Crowdlending-Plattformen erfolgreich? Welche „Dos and Don´ts“ können für Kreditnehmer abgeleitet werden?

Der Langtitel lautet: „Geschäftskredite für Gründer und Unternehmer auf Crowdlending-Plattformen: Erfolgsfaktoren der Finanzierung.“. Hier geht es weiter zum Themenvorschlag.

 

Thema 3: Kopf- oder Bauchentscheidung der Geber? Forschungsfrage: Wie entscheiden sich potentielle Kreditgeber eigentlich? Wird die Entscheidung eher emotional mit dem Bauch getroffen oder doch rational mit Kopf? Oder gibt es Mischformen?

Der Langtitel lautet: „Geschäftskredite für Gründer und Unternehmer auf Crowdlending-Plattformen: Kopf- oder Bauchentscheidung der Geber?“. Hier geht es weiter zum Themenvorschlag.

 

Diese Masterarbeiten sind ist geeignet für eine Bewerbung um einen Förderpreis „Finanzkompass“. Nach unseren Informationen wird der Finanzplatz Hamburg e.V. den Förderpreis der für herausragende Abschlussarbeiten in 2012 erneut ausgeloben.

Wer vorab einfach etwas mehr wissen möchte, kann sich gerne vertrauensvoll an Clas wenden.