Logbuch 2011 – Post #10

Am Anfang war das Wort. Wörter.  Social lending, crowd funding, crowd lending, paypal, banking, disagio, mission – projektmatrix.

Eine Projektmatrix hatten wir erarbeitet. Johanna als Projektleiterin. Nach reiflicher Überlegung schien ihr das dann doch als zu gewaltig. Clas musste ran. Unter Finanzierung stand ein Startkapital von 200.000 €. Auch das erschien zu gewaltig. Bootstrapping war angesagt.

Phillip als Fachmann schob ein anderes Problem in den Vordergrund: „Personen sind es, für die ihr eine Plattform schaffen wollt. Welche?“
Phillip opferte einen Vormittag, dann wussten wir, was unter dem Begriff „Personas“ zu verstehen ist. Also wurden die Zielgruppen definiert. Sie bildeten die Basis für eine Marktbefragung. Die Antworten fielen mehrheitlich positiv aus (Post #6). Immerhin 80 % der Befragten konnten sich vorstellen die Plattform zu nutzen.
Bei den potentiellen Kreditnehmern zeigte sich auch Skepsis: Nur 44 % meinten, sie würden die Plattform unter den vorgegebenen Bedingungen nutzen.

Einen Namen musste das Baby nun haben. Eine lange Sitzung wurde es am 15. April. Der Name sollte kurz sein, einprägsam, im Web noch nicht vergeben. Darüber hinaus sollte der Name auf das USP der Plattform hinweisen: Die Verbindung von Finanzierung und Marketing. Am Ende kam „Finmar“ dabei heraus.

Zwischenstop Ende Mai: Das Team wird zur Crew: Johanna, Clas, Olli, Thomas, unterstützt von Anne, segeln. Kiel-Fehmarn und zurück. Um das Schießgebiet herum. Wir lernen uns kennen. Gutes Gefühl.

Ende Juli wird klar, das Projekt braucht den „Ganzen Mann“. Clas steigt voll ein, schlägt sein Hauptqartier im betahaus hamburg auf.

Der Blog Finmar startet mit dem One-Pager über das Unternehmen am 24. August. Vor dem Innovativkreis des Vereins „Finanzplatz Hamburg e.V.“ in der Handelskammer pitchen Clas und Thomas die Idee zum ersten Mal. Geballtes Unverständnis, nur einer begreift. Wir posten einen diplomatischen Blog.

Der September ist der Monat der Rechtsfragen. Clas rotiert: Rechtsanwälte, Handelskammer, Bafin, Bundesbank, Finanzamt, Bezirksamt. Finmar erhält die Erlaubnis zur Vermittlung von Darlehen. Bleiben das KWG, die Bafin. Hier werden wir mit einer Partnerbank zusammenarbeiten.

Der Lehrstuhl für Gründungsmanagement (Professor Schulte) an der Leuphana Universität Lüneburg schreibt drei Themen für Masterarbeiten aus: „Motivation der Geldgeber“, „Erfolgsfaktoren der Finanzierung“ und „Kopf- oder Bauchentscheidung  bei Geldgebern“ beschreiben die Inhalte. Am Nikolaustag erscheint Nathalie, sie will sich den Motiven der Geldgeber widmen.

Kaum zu glauben: IBM sagt ja. Finmar wird Mitglied der Smarter Planet Agenda. Wir werden unsere Begeisterung und unser Engagement zum Thema „Sozialkapital in Finanzkapital wandeln“ einbringen, IBM wird uns mit Software, Service und technischem Support unterstützen.

Zum Jahresende bleiben zwei Baustellen: Prototyping und die endgültige Festlegung von fünf Personas. Wir haben noch 24 Stunden. Die nutzen wir.

Motto für 2012: Am Anfang war die Tat!

3 Masterarbeiten an der Leuphana Universität Lüneburg ausgeschrieben – Post #5

Crowdlending ist eine brandneue Branche, die noch im entstehen begriffen ist. Pioniere in dieser Branche sorgen bereits für mehrjährige Erfahrungen. Nicht nur mit Finmar, sondern auch weltweit, entstehen in dieser Zeit weitere Portale mit unterschiedlichen Ansätzen für unterschiedliche Zielgruppen.

In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Gründungsmanagement von Prof. Dr. Schulte der Leuphana Universität Lüneburg sind jetzt drei Masterarbeiten ausgeschrieben worden, um in diesem jungen und spannenden Forschungsfeld erste wissenschaftliche Erkenntisse zu erlangen.

 

Thema 1: Motivationen der Geldgeber und Geldgebersegmentierung. Forschungsfrage: Was bewegt die Kreditgeber ihr Geld zu verleihen? Altruismus, Gewinnerzielungsabsicht, Spieltrieb oder Neugierde? Oder etwas anderes?

Der Langtitel lautet: „Geschäftskredite für Gründer und Unternehmer auf Crowdlending-Plattformen: Motivationen der Geldgeber und Geldgebersegmentierung“. Hier geht es weiter zum Themenvorschlag.

 

Thema 2: Erfolgsfaktoren der Finanzierung. Forschungsfrage: Welche Faktoren machen Projekte auf Crowdlending-Plattformen erfolgreich? Welche „Dos and Don´ts“ können für Kreditnehmer abgeleitet werden?

Der Langtitel lautet: „Geschäftskredite für Gründer und Unternehmer auf Crowdlending-Plattformen: Erfolgsfaktoren der Finanzierung.“. Hier geht es weiter zum Themenvorschlag.

 

Thema 3: Kopf- oder Bauchentscheidung der Geber? Forschungsfrage: Wie entscheiden sich potentielle Kreditgeber eigentlich? Wird die Entscheidung eher emotional mit dem Bauch getroffen oder doch rational mit Kopf? Oder gibt es Mischformen?

Der Langtitel lautet: „Geschäftskredite für Gründer und Unternehmer auf Crowdlending-Plattformen: Kopf- oder Bauchentscheidung der Geber?“. Hier geht es weiter zum Themenvorschlag.

 

Diese Masterarbeiten sind ist geeignet für eine Bewerbung um einen Förderpreis „Finanzkompass“. Nach unseren Informationen wird der Finanzplatz Hamburg e.V. den Förderpreis der für herausragende Abschlussarbeiten in 2012 erneut ausgeloben.

Wer vorab einfach etwas mehr wissen möchte, kann sich gerne vertrauensvoll an Clas wenden.