Kreditprojekt veröffentlicht: Crowdlending für Gesundheitsvorsorge – Post #52

Nymphia – Zeckenbekämpfung in Kitas und Schulen – So heißt das Projekt von Franz-Josef Leis aus projectimageWiesbaden. Damit nimmt er sich einen wichtigen Thema an, dass sich vielleicht nicht für eine Unterhaltung beim Abendessen eignet, und dennoch enorm wichtig ist: Dem Vorbeugen von Infektionen durch Zeckenbisse. Herr Leis hat einen Zeckenentferner erfunden, der handlich ist und äusserst einfach zu bedienen. Zeckenentfernung ist eilig, denn je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Risiko einer Infektion. Das Produkt hat Herr Leis bereits in den Markt eingeführt und es wird beisielsweise über Apotheken vertrieben. Da Kinder beim draussen spielen besonders anfällig sind, müssen gerade Kitas und Schulen mit der Gerät ausgestattet werden. Benötigt werden €12.000 für 24 Monate. Herr Leis zahlt Ihnen als Anleger 6% Zinsen pro Jahr. Hier geht es zum Projekt auf www.finmar.com

Deutsche Bank begrüßt Crowdfunding – und sagt doch nur die halbe Wahrheit – Post #20

Die Deutsche Bank Research begrüßt in ihrem letzen Kommentar von Thomas Dapp die Entwicklungen im Bereich Crowdfunding. Zu Grunde liegt seine Publikation „Crowdfunding: An alternative source of funding with potential“.

Viele (Solo-)Selbstständige, Frei- und Kreativschaffende haben Schwierigkeiten, ihre Projekte zu finanzieren. Künftige Mittelzuflüsse – und damit die Basis für Kreditrückzahlungen – sind schwer abzuschätzen. Daneben verfügen viele der Selbstständigen meist über keine (hinreichenden) Sicherheiten oder regelmäßige Einkommensströme. Eine klassische Finanzierung über Finanzinstitute wird dadurch zur Herausforderung.“ heißt es im Kommentar.

Die Beobachtung ist richtig, aber der Schluss ist falsch. Natürlich haben Selbstständige riesige Schwierigkeiten, ihre Projekte zu finanzieren. Das ist die Lebenswirklichkeit da draußen. Mangelnde Sicherheiten und unregelmäßiges Einkommen sind vielleicht aus der Sicht einer Bank genügend Merkmale für die Stigmatisierung Selbstständiger. Diese Merkmale tragen Arbeitnehmer heutzutage aber genauso. Die Zeiten sind lange vorbei, in denen man zwischen den risiko-reichen Selbstständigen und den quasi-verbeamteten Angestellten wie zwischen Schwarz und Weiß unterscheiden kann.

Viel gewichtiger ist, und das wird im Kommentar gar nicht erwähnt, dass hohe Ausfallraten bei Krediten an Selbstständige gar nicht der Grund für Absagen sind. Vielmehr sind es die Kosten für die Kreditprüfungen bei Selbstständigen. Da werden Business Pläne gelesen und analysiert, die BWAs, Jahresabschlüsse und Steuererklärungen werden nach Basel I, II,III in den Computer eingegeben und irgendwie bewertet. Dieser Aufwand kostet Geld, das Geld der Bank. Unbestätigten Schätzungen zu Folge betragen die Kreditprüfungsfixkosten in Deutschland im Durchschnitt € 1.800.

Wenn nun ein Selbstständiger von seiner Hausbank einen Firmenkredit über € 10.000 möchte, dann wird schnell klar, dass die Bank die € 1.800 für die Prüfung nicht zurück verdienen kann. Das ist der Kern des Problems, nicht etwa Ausfallraten.

Banken sagen das nicht offen. Und so hält sich stetig das Märchen von den risikoreichen, unzuverlässigen Selbstständigen, die keine Kredite zurückzahlen können. Deswegen gründen wir finmar!

Am Ende des Kommentars ist ein QR-Code zu sehen. Sorry, liebe Deutsche Bank, aber diesen Link-Tipp können wir uns nicht verkneifen: „The Problem With QR Codes“ von Scott Stratton.

Open Call für Bootstrapping Club: Gründer gesucht – Post #11

Der Bootstrapping Club ist eine neue Idee zur Unterstützung von Gründern in Hamburg. Dieser Open Call ist eine Aufforderung an alle interessierten Gründer sich zu melden und sich zu beteiligen. Hinter dieser Idee stecken Lena Schiller-Clausen (Betahaus), Wolfgang Wopperer (Mindmatters) und Clas Beese (Finmar).

Der Bootstrapping Club richtet sich an bootstrappende Gründer aus der Internet-, Software- und Games-Branche mit einem skalierbaren Geschäftsmodell. Sie verfolgen das Ziel, ein nachhaltig wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen zu schaffen – und nicht ein Start-up mit Exit-Orientierung zu gründen. Sie investieren ihre eigene Zeit – und vor allem tragen sie auch persönlich das finanzielle Risiko.
Feedback zu geben und zu bekommen steht im Mittelpunkt des Bootstrapping Clubs. Die Mitglieder haben gemeinsam, dass sie das dafür notwendige Empathievermögen und ein gerüttelt Maß an Selbstreflektion mitbringen.

Die Mitglieder kommen aus Hamburg und Umgebung. Für regelmäßige Treffen werden lange Anreisezeiten oder ähnliche Hindernisse vermieden. Und so die Treffen gut besucht.

Beim Bootstrapping Club treffen sich im Abstand von sechs Wochen bootstrappende Gründer in festen Gruppen. In einer Gruppe sind bis zu sechs Start-ups vertreten. Jeder präsentiert in zehn Minuten, was ihn oder ihr sie seit dem letzte Treffen umgetrieben hat, wie es heute geht und was bis zum nächsten Treffen passieren soll. Danach geben die Anderen Feedback, sie sagen in geschützter Atmosphäre – und nach den Regeln der Feedback-Kunst – was sie empfinden. Dabei ist das Feedback immer konstruktiv und ermöglicht den Mitgliedern, Selbst- und Fremdbild abzugleichen. Zudem ergibt sich die sonst seltene Möglichkeit, sich mit seinen Peers zu vergleichen und einzuschätzen (Benchmark). Nach einer halben Stunde ist das nächste Start-up dran. So dauert das Treffen circa einen halben Tag.

Die Treffen finden reihum bei den Mitgliedern statt. So lernt man gegenseitig die jeweiligen Arbeitsorte kennen und kann den Aufwand für die Gastgeber gerecht verteilen. Falls die Mitglieder keinen eigenen Arbeitsort haben, was beim Bootstrapping in der Anfangszeit fast zur guten Schule gehört, bietet es sich an, auf den Besprechungsraum des betahauses auszuweichen.

Die Initiatoren des Bootstrapping Clubs sind Lena Clausen, Wolfgang Wopperer und Clas Beese. Lena (@LenaClausen) hat mit Bootstrapping das betahaus hamburg aus dem Boden gestampft. Wolfgang (@wowo101)ist selber zweifacher Bootstraping-Gründer und hat als Dienstlesitungsunternehmer für Bootstrapper unzählige Einblicke gewinnen können. Clas (@ClasBeese) ist selber gerade bootstrappender Gründer von Finmar. Zuvor hat er in einem Inkubator mehrere hundert Gründer mit ebendiesem Werkzeug in die Selbstständgkeit begeleitet.

Der Boostrapping Club versteht sich als Unterstützungsidee von Gründern für Gründer. Dahinter steht keine Gewinnerzielungsabsicht. Die Trefffen sind deswegen kostenfrei.

Erstkontakt:
Clas Beese
clas.beese@finmar.com
01743296206

Die Ergebnisse unserer Marktforschung – Post #6

Unzählige Gespräche haben uns überzeugt, dass ein großer Bedarf für eine neue Form der Kreditvergabe existiert – insbesondere unter Selbstständigen und KMU. Aber was sagt die Zielgruppe dazu? Eine im März 2011 durchgeführte Online-Befragung mit 118 Teilnehmern hat Aufschluss gegeben.

Männer und Frauen waren mit 53%, respektive 47% in etwa in gleicher Anzahl vertreten. Zwei von drei Befragten waren zwischen 29 und 39 Jahre alt. Jeder vierte war älter als 40 Jahre und etwa jeder zehnte jünger als 29 Jahre.

Erfreulichstes Ergebnis für uns war, dass in der Eingangsfrage ganze 80% der 118 Befragten angaben, im Falle eines Finanzierungsbedarfs unsere Interplattform nutzen zu wollen. Um potentielle Kreditgeber von ihren Projekten zu überzeugen, scheinen unter den Befragten Informationen zum Unternehmen, zur Person und einen Link zur eigenen Homepage selbstverständlich zu sein. Fast zwei Drittel sind bereit, Fragen der Kreditgeber zu beantworten und befürworten ein kommunikatives Element. Nur jeder zehnte möchte komplett anonym bleiben. 44% können sich vorstellen in sozialen Medien für ihr Kreditprojekt zu werben.

Unter allen Teilnehmern unserer Befragung hatten wir einen Amazon-Gutschein verlost. Als glückliche Gewinnerin wurde Angela Mathea gezogen, die in ihrem Internetshop www.frauen-lieben-taschen.de mit Liebe ausgewählte  Handtaschen anbietet. Vielen, vielen Dank an alle die an der Befragung teilgenommen haben.  Ohne euch wären wir heute nicht dort wo wir sind!

Welche Anregungen habt Ihr? Wie würdet Ihr Kreditgeber überzeugen, in Euer Projekt zu investieren? Wir freuen uns über Kommentare.

Eine produktive Woche wünscht das Finmar-Team!

Der One-Pager von Finmar – Post #1

Der allererste Artikel im Blog von Finmar! Und schon machen wir Plagiate. Dies ist der One-Pager von Finmar, mit dem wir auf einer DIN-A4-Seite versuchen zu beschreiben, was Finmar sein wird:

Auf der deutschlandweit ersten Crowd-to-Business Crowdlending-Plattform werden die Themen Finanzierung und Marketing verbunden. Die Online-Plattform bringt Selbstständige und Unternehmer mit Finanzierungsbedarf (Kreditnehmer) und private Kleinanleger (Kreditgeber) zusammen.

Kreditnehmer stellen sich auf Finmar dar: ihr Unternehmen, ihre Unternehmerpersönlichkeit und ihr Finanzierungsprojekt. Sie überzeugen die registrierten, privaten Kreditgeber (die Crowd), zunächst die eigenen sozialen Kontakte, mit denen bereits ein Vertrauensverhältnis besteht. Weitere Kreditgeber nutzen die präsentierten Informationen um Finanzierungsprojekte auswählen, auf deren Rückzahlung sie vertrauen, und für diese einen Teilbetrag zu bieten. Kommt innerhalb der festgelegten Laufzeit der gesamte Kreditbetrag zusammen, ist das Projekt finanziert (Lending). Der Finanzierungsbedarf eines Kreditnehmers wird damit von vielen Kreditgebern gedeckt (Crowdlending).

Die Kreditgeber minimieren ihr Risiko durch viele kleine Investitionen in viele einzelne Projekte. Den günstigen Zins, den die Kreditnehmer zahlen stellt für die Kreditgeber eine überdurchschnittliche Verzinsung bei kleinen Anlagebeträgen dar.

Emotionalität als zentraler Wert: Die Kreditnehmer präsentieren ihre Projekte mit den Emotionen, die sie in ihre Unternehmung gesteckt haben, die Kreditgeber entscheiden ebenso emotional, welche Unternehmerpersönlichkeit und welches Projekt sie mit ihrem Geld unterstützen wollen.
Die Crowdlending-Plattform bewegt sich im Web 2.0. Social Medias sind die wichtigsten Kanäle der Unternehmenskommunikation. Die Kreditsuchenden können ihre Social Media Profile integrieren und ihr Projekt über Social Medias (Facebook, Twitter, Xing, Homepage, Newsletter usw.) promoten und so auch ihre privaten und geschäftlichen Kontakte einbeziehen und für die Finanzierung werben.

Privatsphäre wird durch ein dreistufiges Informationsmanagement sichergestellt. Detaillierte Informationen über die Projekte sind erst nach Anmeldung sichtbar. Die Ausgestaltung der Vertragsbeziehungen erfolgt durch die Crowdlending-Plattform. Erlaubnispflichtige Bankgeschäfte im Sinne des KWG durch die Nutzer werden durch die AGB ausgeschlossen. Die Abwicklung des Zahlungsverkehrs wird von der Transaktionsbank als rechtliche Kreditgeberin übernommen. Die Crowdlending-Plattform fungiert rechtlich als Vermittlerin der Kredite.

Die Plattform finanziert sich aus Gebühren, die bei erfolgreicher Finanzierung anfallen und sich nach der Höhe des Kreditbetrages richten.

Als pdf gibt es den One-Pager von Finmar hier