Soziales Netzwerk ist Erfolgsfaktor im Crowdfunding – Post #23

Social NetworkDie Unternehmensberatung Massolution geht in ihrem 2013 CF Industry Report auf die Erfolgsfaktoren für Crowdfunding-Projekte ein. Sie zitiert erste Untersuchungen, die darauf hindeuten, durch welche Faktoren ein Projekt viele Unterstützer findet.

Dabei hebt Massolution zwei Einflussgrößen besonders hervor: ein großes soziales Netzwerk und das frühe Engagement enger Kontakte.

40% höhere Erfolgswahrscheinlichkeit bei 1.000 Facebook Kontakten.

Der Bericht verweist auf eine Untersuchung von Ethan Mollick. Er hat herausgefunden, dass schon 10 Kontakte auf Facebook eine um 9% höhere Erfolgswahrscheinlichkeit für die Kampagne bringen als keine Facebook-Verlinkung. Bei 100 Kontakten ist die Erfolgswahrscheinlichkeit um 20% erhöht, bei 1.000 Kontakten um 40%. Wer also vielen Kontakten aus sozialen Netzwerken seine Crowdfunding-Kampagne zeigt, verbessert direkt seine Chancen auf das Erreichen des gewünschten Geldbetrags.

Frühes Engagement zweier „echter Freunde“ verdoppelt Erfolgsaussichten.

Ein Team aus Wissenschaftlern der Universitäten Maryland und Arizona hat sich mit der Frage beschäftigt, welchen Einluss enge persönliche Kontakte auf den Verlauf von Crowdfunding-Kampagnen haben. Sie fanden heraus, dass bereits die Beteiligung zweier enger Freunde die Erfolgswahrscheinlichkeit eines Crowdfunding-Projekts verdoppelt. Interessant dabei: Über alle 56.584 untersuchten Projekte hinweg lag das durchschnittliche finanzielle Engagement dieser engen Freunde nur bei 4,4% des jeweiligen Funding-Limits. Es sorgt also weniger das Geld für den Erfolg der Kampagne, sondern vielmehr Faktoren wie ausgesendete Vertrauenssignale, Weiterleitung und Fürsprache.

Unser Fazit: Echte Freunde und enge Bindungen sind Gold wert. Wer im Crowdfunding erfolgreich sein möchte, sollte sich auf den guten und ehrlichen Rat eines geliebten Menschen verlassen. Am besten schon vor dem Start der Kampagne.

Das finmar Team grüßt alle seine Freunde!

Danke liebe Mamas, Papas, Geschwister, Ehefrauen und Ehemänner. Euch widmen wir diesen Artikel.

 

 

Social Media zur Finanzierung von Geschäftsideen – Post #13

Im Rahmen der Social Media Week Hamburg finden heute zum vierten Mal die Gründerworkshops Hamburg statt. Gastgeber ist IBM mit Global Entrepreneur Programme. Die Gründerworkshops sind als Alumnitreffen des Start-up Weekends im letzten Mai entstanden. Ganz herzlichen Dank an Yasha von Resmio und Serhat von Toptranslation für das Organisieren!

Mit einer kurzen Keynote versucht Clas heute Abend die Themen Social Media, Crowdfunding und Finanzierung von Gründungsideen in Verbindung zu setzen. Mit dem Fazit, dass Social Media es erst ermöglicht richtig Crowdfunding bzw. -Lending zu betreiben. Für Teilnehmer der Veranstaltung, hier sind die Folien.

Finmar auf dem Finance Future Forum 2012 – Post #7

Wir freuen uns außerordentlich, Finmar auf dem Finance Future Forum 2012 zum Thema Social Media Finance zu präsentieren!

Neben den Grundzügen des Geschäftsmodell werden wir insbsondere unsere Annahmen dahinter vorstellen:

– wie der Wisdom-of-the-Crowd-Effekt funktioniert und die Kreditprüfungskosten sozialisiert,

– wie das Vertrauen von Familiy, Friends and Fools es den Kreditnehmern ermöglicht, ihr soziales Kapital in Finanzkapital umzuwandeln,

– wie Transparenz und Social Media Marketing es der Crowd ermöglichen Bauchentscheidungen zu treffen,

– wie Peer-Pressure durch Social Monitoring abgelöst wird, und so Kredite ohne dingliche Sicherheiten ermöglicht werden.

Wir freuen uns auf interessante Diskussionen zu den Themen Web 2.0 und Social Media in der Finanzwirtschaft!

Das Forum bringt Quer- und Vorausdenker sowie Entscheider aus der Finanzwirtschaft zusammen und findet am 30. Januar 2012 in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main statt. Veranstalter sind die Beratungsfirma NetCo Consulting und die IHK Frankfurt am Main.

Die Ergebnisse unserer Marktforschung – Post #6

Unzählige Gespräche haben uns überzeugt, dass ein großer Bedarf für eine neue Form der Kreditvergabe existiert – insbesondere unter Selbstständigen und KMU. Aber was sagt die Zielgruppe dazu? Eine im März 2011 durchgeführte Online-Befragung mit 118 Teilnehmern hat Aufschluss gegeben.

Männer und Frauen waren mit 53%, respektive 47% in etwa in gleicher Anzahl vertreten. Zwei von drei Befragten waren zwischen 29 und 39 Jahre alt. Jeder vierte war älter als 40 Jahre und etwa jeder zehnte jünger als 29 Jahre.

Erfreulichstes Ergebnis für uns war, dass in der Eingangsfrage ganze 80% der 118 Befragten angaben, im Falle eines Finanzierungsbedarfs unsere Interplattform nutzen zu wollen. Um potentielle Kreditgeber von ihren Projekten zu überzeugen, scheinen unter den Befragten Informationen zum Unternehmen, zur Person und einen Link zur eigenen Homepage selbstverständlich zu sein. Fast zwei Drittel sind bereit, Fragen der Kreditgeber zu beantworten und befürworten ein kommunikatives Element. Nur jeder zehnte möchte komplett anonym bleiben. 44% können sich vorstellen in sozialen Medien für ihr Kreditprojekt zu werben.

Unter allen Teilnehmern unserer Befragung hatten wir einen Amazon-Gutschein verlost. Als glückliche Gewinnerin wurde Angela Mathea gezogen, die in ihrem Internetshop www.frauen-lieben-taschen.de mit Liebe ausgewählte  Handtaschen anbietet. Vielen, vielen Dank an alle die an der Befragung teilgenommen haben.  Ohne euch wären wir heute nicht dort wo wir sind!

Welche Anregungen habt Ihr? Wie würdet Ihr Kreditgeber überzeugen, in Euer Projekt zu investieren? Wir freuen uns über Kommentare.

Eine produktive Woche wünscht das Finmar-Team!

Der One-Pager von Finmar – Post #1

Der allererste Artikel im Blog von Finmar! Und schon machen wir Plagiate. Dies ist der One-Pager von Finmar, mit dem wir auf einer DIN-A4-Seite versuchen zu beschreiben, was Finmar sein wird:

Auf der deutschlandweit ersten Crowd-to-Business Crowdlending-Plattform werden die Themen Finanzierung und Marketing verbunden. Die Online-Plattform bringt Selbstständige und Unternehmer mit Finanzierungsbedarf (Kreditnehmer) und private Kleinanleger (Kreditgeber) zusammen.

Kreditnehmer stellen sich auf Finmar dar: ihr Unternehmen, ihre Unternehmerpersönlichkeit und ihr Finanzierungsprojekt. Sie überzeugen die registrierten, privaten Kreditgeber (die Crowd), zunächst die eigenen sozialen Kontakte, mit denen bereits ein Vertrauensverhältnis besteht. Weitere Kreditgeber nutzen die präsentierten Informationen um Finanzierungsprojekte auswählen, auf deren Rückzahlung sie vertrauen, und für diese einen Teilbetrag zu bieten. Kommt innerhalb der festgelegten Laufzeit der gesamte Kreditbetrag zusammen, ist das Projekt finanziert (Lending). Der Finanzierungsbedarf eines Kreditnehmers wird damit von vielen Kreditgebern gedeckt (Crowdlending).

Die Kreditgeber minimieren ihr Risiko durch viele kleine Investitionen in viele einzelne Projekte. Den günstigen Zins, den die Kreditnehmer zahlen stellt für die Kreditgeber eine überdurchschnittliche Verzinsung bei kleinen Anlagebeträgen dar.

Emotionalität als zentraler Wert: Die Kreditnehmer präsentieren ihre Projekte mit den Emotionen, die sie in ihre Unternehmung gesteckt haben, die Kreditgeber entscheiden ebenso emotional, welche Unternehmerpersönlichkeit und welches Projekt sie mit ihrem Geld unterstützen wollen.
Die Crowdlending-Plattform bewegt sich im Web 2.0. Social Medias sind die wichtigsten Kanäle der Unternehmenskommunikation. Die Kreditsuchenden können ihre Social Media Profile integrieren und ihr Projekt über Social Medias (Facebook, Twitter, Xing, Homepage, Newsletter usw.) promoten und so auch ihre privaten und geschäftlichen Kontakte einbeziehen und für die Finanzierung werben.

Privatsphäre wird durch ein dreistufiges Informationsmanagement sichergestellt. Detaillierte Informationen über die Projekte sind erst nach Anmeldung sichtbar. Die Ausgestaltung der Vertragsbeziehungen erfolgt durch die Crowdlending-Plattform. Erlaubnispflichtige Bankgeschäfte im Sinne des KWG durch die Nutzer werden durch die AGB ausgeschlossen. Die Abwicklung des Zahlungsverkehrs wird von der Transaktionsbank als rechtliche Kreditgeberin übernommen. Die Crowdlending-Plattform fungiert rechtlich als Vermittlerin der Kredite.

Die Plattform finanziert sich aus Gebühren, die bei erfolgreicher Finanzierung anfallen und sich nach der Höhe des Kreditbetrages richten.

Als pdf gibt es den One-Pager von Finmar hier